Was ist beim Niedrigenergiehaus Bau zu beachten?
Schon die Bezeichnung Niedrigenergiehaus legt nahe, dass es hier um die Reduzierung der benötigten Energiemengen geht. Der Schwerpunkt wird dabei bei den Heizkosten gelegt, weil sich dort die größten Einsparungen erzielen lassen.
Ein sehr wichtiger Faktor beim Niedrigenergiehaus Bau ist die Dämmung. Dabei geht es nicht nur darum, dass eine Isolierung auf der Bodenplatte verhindern soll, dass die Kälte des Erdbodens aufsteigen kann, sondern auch die Außenwände, das Dach sowie die Öffnungen des Hauses müssen gut abgedichtet sein. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hat man hier in der Hauptsache mit mehrschaligem Mauerwerk gearbeitet. Später nutzte man Styroporplatten auf Holzrahmen zur Isolierung der Fassaden. Heute stehen dafür auch zahlreiche andere Varianten zur Auswahl.
Bei der Dachisolierung hat sich die Dämmwolle in Platten als guter thermischer Schutz bewiesen, der noch dazu auch vom Laien leicht verarbeitet werden kann. Fenster und nach draußen führende Türen sollten beim Niedrigenergiehaus nach Möglichkeit eine Dreifachverglasung haben, weil diese derzeit mit den höchsten Isolationswerten punkten kann. Zusätzlich kann man den Wärmeverlust an der Haustür mit einem Windfang minimieren.
Einen weiteren Schwerpunkt beim Niedrigenergiehaus Bau stellt die Energierückgewinnung dar. Dabei werden Wärmetauscher eingesetzt, die sowohl bei der Abluft als auch beim Abwasser dafür sorgen, dass möglichst wenig Energie abgegeben wird. Diese Wärmetauscher entziehen der Abluft die Wärme und übergeben sie an die Frischluft. Die Frischluft kann zusätzlich durch den Erdboden geleitet werden. Das sorgt im Winter für eine Vorwärmung, da schon ab etwa einem Meter Tiefe zumindest in Mitteleuropa kein Frost, sondern eine Temperatur von ca. sieben Grad Celsius herrscht. Im Sommer dient das gleich als Klimaanlage, weil die heiße Luft von draußen gekühlt wird, ehe sie als Frischluft den Innenräumen zugeführt wird. Das steigert nicht nur den Wohnkomfort, sondern senkt auch die Betriebskosten nachhaltig.
Wertvolles Warmwasser und damit Energie kann man im Bad mit Thermostatarmaturen sparen: Die Grad-genaue Regelung stellt die Wunschtemperatur blitzschnell ein - dadurch wird weniger Wasser ungenutzt verschwendet.

